Verkehrsbussen aus dem Ausland

Wer in Frankreich, Spanien, Deutschland oder sonst wo auf der Welt eine Verkehrsbusse erhält, sollte diese auch begleichen. Das scheint grundsätzlich selbstverständlich. Lange blieb jedoch der Mythos bestehen, dass die Nichtbegleichung ausländischer Bussen ohne weitere Konsequenzen bliebe.

Zugegebenermassen gestaltet sich die Durchsetzung der Bussen von fehlerhaften in der Schweiz wohnhaften Autofahrern für ausländische Behörden schwierig. Die Grundlage muss jeweils ein Staatsvertrag über die Vollstreckungshilfe bei Verkehrsbussen zwischen der Schweiz und demjenigen Staat bilden, so der Bundesrat gemäss Botschaft zur Via Sicura.

Aber: Solche Staatsverträge sollen schon bald mit den wichtigsten Staaten abgeschlossen werden. Mit Deutschland besteht bereits einer. Weitere Verträge mit europäischen Staaten sollen in naher Zukunft folgen. Seit 2009 besteht eine ähnliche Vereinbarung auch mit Frankreich, welche Bussen ab mindestens EUR 70 als durchsetzungsfähig definiert.

Mit einem Eintrag ins Fahndungssystem, hohen Mahngebühren und insbesondere einer Einreiseverweigerung und einem Fahrverbot im betreffenden Land, können ausländische Staaten schon heute Druck auf eine Person bei Nichtbezahlung ausüben.

Falls Sie also nicht bei der nächsten Einreise in ein Land ein böses Erwachen erleben wollen, begleichen Sie besser auch die Bussen aus dem Ausland.

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